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Als Uniform Resource Locator (URL, engl. „einheitlicher Quellenanzeiger“) bezeichnet man eine Unterart von Uniform Resource Identifiern (URIs). URLs identifizieren eine Resource über das verwendete Netzwerkprotokoll (beispielsweise http oder ftp) und den Ort (engl. location) der Ressource in Computernetzwerken.
Da URLs die erste und häufigste Art von URIs darstellen, werden die Begriffe häufig synonym verwendet.
Zwingend erforderliche Mindestbestandteile einer URL sind dabei lediglich das Protokoll, die Domain und der Pfad. Letzterer besteht zumindest aus einem Schrägstrich (/), der sich auf das Hauptverzeichnis des Servers bezieht.
Falls benötigt, kann ein Login aus Benutzername und Passwort übermittelt werden. Diese werden, voneinander durch Doppelpunkt getrennt, der Domain mit einem trennenden At-Zeichen (@) vorangestellt.
Die Domain, d.h. die Internet-Adresse des Host wird nach dem Domain-Schema zusammengesetzt. Beispiel www.wikipedia.org: Third-Level-Domain: www, Second-Level-Domain: wikipedia, und Top-Level-Domain (TLD): org
An ihrer Stelle kann auch eine IP-Adresse stehen.
Die Angabe des Ports erlaubt die Ansteuerung eines TCP/IP-Ports. Wird kein Port angegeben, so wird der Standard-Port des jeweiligen Protokolls verwendet - z.B. bei HTTP 80, bei HTTPS 443 und bei FTP 21.
Der Pfad beschreibt eine bestimmte Datei oder ein bestimmtes Verzeichnis auf dem Server.
Die URL kann z.B. im HTTP-Protokoll nach der eigentlichen Adresse – getrennt durch ein Fragezeichen – den query string enthalten. Damit können zusätzliche Informationen übertragen werden, die serverseitig Variablen zugeordnet und weiterverarbeitet werden.
Ein Anker (Fragment) ist eine Sprungmarke innerhalb eines HTML-Dokuments. Siehe Anker (HTML).
Die Abkürzung URL wird im deutschen Sprachgebrauch zumeist mit einem weiblichen Artikel (die URL) versehen, da der Begriff synonym mit „die Adresse“ bzw. „die Web-Adresse“ verwendet wird. Einige Sprecher bevorzugen die männliche Form, aufgrund der deutschen wörtlichen Übersetzung von „Locator“ (dt. „Anzeiger“); diese Auffassung hat sich aber nicht durchgesetzt, da letztlich niemand einen Anzeiger eingibt, sondern allenfalls eine Adresse.
RFC 3986, Anhang C, empfiehlt, URIs (und damit auch URLs) in Texten
* eigenständig auf einer Zeile,
* mit doppelten Anführungsstrichen "http://de.wikipedia.org/wiki/Uniform_Resource_Locator" oder
* mit spitzen Klammern
gegen den Kontext und vor allem gegen die Interpunktion abzugrenzen.
In der Regel indizieren Suchmaschinen keine URLs, die Querys oder durch & angehängte Parameter enthalten. Solche URLs können so umgestaltet werden, dass sie nach aussen "suchmaschinenfreundlich" erscheinen.
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